{"id":1403,"date":"2024-11-04T02:04:32","date_gmt":"2024-11-04T00:04:32","guid":{"rendered":"http:\/\/ibk-fussboden.de\/?p=1403"},"modified":"2024-11-04T02:04:36","modified_gmt":"2024-11-04T00:04:36","slug":"in-der-ruhe-liegt-die-kraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ibk-fussboden.de\/?p=1403","title":{"rendered":"In der Ruhe liegt die Kraft"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Bei einem Ranking der gr\u00f6\u00dften \u00c4rgernisse und Konfliktpotentiale in Mehrfamilienh\u00e4usern h\u00e4tte die L\u00e4rmbel\u00e4stigung gute Chancen auf Platz eins. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass nur komfortabel wohnen kann, wer in einer Wohnung mit gutem Schallschutz lebt. Wobei man zwischen zwei Arten von L\u00e4rm unterscheiden muss: dem Trittschall, der in der Regel in den Nachbarwohnungen f\u00fcr Unmut sorgt, und dem Raumschall, der vor allem in der eigenen Wohnung st\u00f6rt. Zu den Ma\u00dfnahmen, mit denen man beide St\u00f6rungen reduzieren kann, geh\u00f6ren die Wahl und Verlegung der Bodenbel\u00e4ge. Fachm\u00e4nnisches Kleben erweist sich hierbei meist als die beste Wahl<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Bedauerlich, dass man auf die meisten Faktoren, die den Schallschutz beeinflussen, kaum einen Einfluss hat. Denn es handelt es sich um bauliche Ma\u00dfnahmen, die schon bei der Konstruktion und Errichtung eines Geb\u00e4udes \u00fcber laut oder leise entscheiden. Einiges kann aber dennoch getan werden. Dabei sollte man sein Augenmerk zuerst auf den Boden richten, der in den meisten H\u00e4usern die wichtigste konstruktive Trennung zwischen benachbarten Wohnungen darstellt und meist auch f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil des Raumschalls verantwortlich ist. Deutlich verbessern l\u00e4sst sich der Schallschutz hier bereits durch die richtige Wahl des bodenbelags und der Verlegemethode. Dabei kann als Faustregel gelten: Je weicher der Belag und je besser seine Fixierung auf dem Boden, desto besser die Schallabsorption. So steigt der Trittschallschutz in der Wohnung durch das Kleben des Bodenbelags um bis zu 20 dB \u2013 f\u00fcr die Bewohner ein deutlich wahrnehmbarer Wohlf\u00fchlfaktor, der zudem Konfliktpotentiale zum Nachbarn deutlich entsch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Besonders hilfreich ist das Kleben bei harten Bel\u00e4gen wie Parkett und Laminat. Andernfalls strapaziert der \u201eTrommeleffekt\u201c die Nerven. Und zwar zun\u00e4chst in der eigenen Wohnung, wenn der in Schwingung versetzte Bodenbelag jeden Schritt, jedes Stuhlr\u00fccken und jeden Hundetapser mit einer unangenehmen Ger\u00e4uschkulisse quittiert. Wird der Boden geklebt, reduziert sich dieser st\u00f6rende Raumschall messbar um bis zu 50 Prozent. Da sich die Schwingung des Belags auf den darunter liegenden Estrich \u00fcbertr\u00e4gt, wird auch der Trittschall durch das Kleben reduziert. Meist so wirksam, dass man auf eine Trittschalld\u00e4mmung verzichten kann.<\/p>\n<p>Auch bei Vinylb\u00f6den reduziert das Kleben den Tritt- und Raumschall so stark, dass in der Regel keine zus\u00e4tzliche Schalld\u00e4mmung erforderlich ist. Schwimmend verlegtes Klickvinyl, das in Plattenform angeboten wird, weist dagegen den bereits beschriebenen \u201eTrommeleffekt\u201c auf. Da es weniger Schutz vor eindringendem Wasser bietet, nicht so langlebig ist wie die geklebten Produkte und sich auch schlechter reparieren l\u00e4sst, sollte man auch hier die Klebeverbindung vorziehen \u2013 umso mehr, als sie wegen des guten W\u00e4rmedurchgangs besser mit einer Fu\u00dfbodenheizung harmoniert.<\/p>\n<p>Der akustisch angenehmste aller Bodenbel\u00e4ge ist der gute alte Teppichboden. Er reduziert nicht nur den Trittschall, sondern d\u00e4mpft auch alle anderen Ger\u00e4usche im Raum. Der Ger\u00e4uschpegel verringert sich so um bis zu 36 Prozent. Hier empfiehlt sich das Kleben nicht nur wegen der Schallreduzierung, sondern auch zur Vermeidung von Falten, Wellen und vorzeitigem Verschlei\u00df. Das gilt auch f\u00fcr einen Korkboden, der mit Nachhaltigkeit, W\u00e4rmespeicherf\u00e4higkeit und einer wirksamen Ger\u00e4uschd\u00e4mpfung punktet. Dabei verbessert geklebter Kork noch einmal den Raumschall und den W\u00e4rmedurchgang bei einer Fu\u00dfbodenheizung, ist ma\u00dfstabiler und strapazierf\u00e4higer, hat weniger Materialerm\u00fcdung.<\/p>\n<p>Bliebe noch der Linoleumboden, heute als extrem robuster und umweltfreundlicher Belag wieder in vielen Bereichen im Einsatz. In puncto Schallschutz ist seine Wirkung eher gering, das Kleben auf den Untergrund aber wegen der Feuchteempfindlichkeit alternativlos.<\/p>\n<p>Will man bei diesem Belag den Schallschutz verbessern, bieten sich schallabsorbierende Unterlagen an, da sie die Vorteile des Klebens mit einer zus\u00e4tzlichen Trittschalld\u00e4mmung verbinden. Diese Unterlagen lassen sich im \u00dcbrigen auch mit allen anderen Bodenbel\u00e4gen kombinieren. Wer in einer sehr hellh\u00f6rigen Wohnung lebt, kann diese wirksame Schalld\u00e4mmung also in jeden Bodenaufbau integrieren.<\/p>\n<p>Noch effektiver als die Trittschalld\u00e4mmung unter dem Bodenbelag ist ein \u201eschwimmend\u201c verlegter Estrich. Im letzten Arbeitsgang wird der Bodenbelag auf den Estrich geklebt \u2013 in puncto Schallschutz die optimale Variante, die aber nur umsetzbar ist, wenn die Bewohner Einfluss auf den Estrichaufbau haben.<\/p>\n<p>Wo dies nicht m\u00f6glich ist, kann man den l\u00e4stigen Raumschall durch zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen noch weiter reduzieren. Sinnvoll ist hier alles, was glatte, Schall reflektierende Oberfl\u00e4chen entsch\u00e4rft: Vorh\u00e4nge d\u00e4mpfen Ger\u00e4usche ebenso wie geschickt ausgew\u00e4hltes und platziertes Mobiliar, und in hartn\u00e4ckigen F\u00e4llen l\u00e4sst sich mit Akustikpanels an der Wand oder einer Akustikdecke f\u00fcr mehr Ruhe sorgen.<\/p>\n<p>Wichtig: Bei Ma\u00dfnahmen, die zur Ver\u00e4nderung der Bausubstanz f\u00fchren \u2013 dazu geh\u00f6ren auch Bodenbel\u00e4ge, Wand- und Deckenverkleidungen \u2013 sollten Mieter vorab die schriftliche Einwilligung ihres Vermieters einholen. Gibt der Vermieter gr\u00fcnes Licht, sollten die Arbeiten dann auf jeden Fall einem Fachmann \u00fcberlassen werden. Der wei\u00df am besten, wie man Material und Ausf\u00fchrung optimal an die Gegebenheiten vor Ort anpasst. Bei den Bodenbel\u00e4gen kann er dar\u00fcber hinaus zu emissionsarmen Produkten mit dem \u201eBlauen Engel\u201c oder dem Emicode-Siegel beraten. Sie sorgen f\u00fcr ein angenehmes und gesundes Raumklima, so dass man sich in den eigenen vier W\u00e4nden so richtig wohlf\u00fchlt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild1_Jafree_AdobeStock_IBK-scaled.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1404\" src=\"http:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild1_Jafree_AdobeStock_IBK-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1435\" srcset=\"https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild1_Jafree_AdobeStock_IBK-scaled.jpeg 2560w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild1_Jafree_AdobeStock_IBK-768x430.jpeg 768w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild1_Jafree_AdobeStock_IBK-1536x861.jpeg 1536w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild1_Jafree_AdobeStock_IBK-2048x1148.jpeg 2048w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild1_Jafree_AdobeStock_IBK-24x13.jpeg 24w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild1_Jafree_AdobeStock_IBK-36x20.jpeg 36w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild1_Jafree_AdobeStock_IBK-48x27.jpeg 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Teppichb\u00f6den reduzieren nicht nur Trittschall, sie d\u00e4mpfen auch alle Ger\u00e4usche im Raum: Der Ger\u00e4uschpegel verringert sich um bis zu 36 Prozent.<\/p>\n<p>Foto: \u00a9 Jafree\/Stockadobe\/IBK<\/p>\n<p>Foto Beitragsbild: \u00a9 Monkey_Business\/Stockadobe\/IBK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einem Ranking der gr\u00f6\u00dften \u00c4rgernisse und Konfliktpotentiale in Mehrfamilienh\u00e4usern h\u00e4tte die L\u00e4rmbel\u00e4stigung gute Chancen auf Platz eins. 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