{"id":1408,"date":"2025-01-18T13:47:49","date_gmt":"2025-01-18T11:47:49","guid":{"rendered":"http:\/\/ibk-fussboden.de\/?p=1408"},"modified":"2025-01-18T13:47:55","modified_gmt":"2025-01-18T11:47:55","slug":"zu-neuem-leben-erwacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ibk-fussboden.de\/?p=1408","title":{"rendered":"Zu neuem Leben erwacht"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Bodenbel\u00e4ge aus Recyclingmaterial<\/em><\/p>\n<p><strong>Angesichts endlicher Ressourcen und einer wachsenden Weltbev\u00f6lkerung ist der \u00dcbergang zu einer Kreislaufwirtschaft l\u00e4ngst f\u00e4llig. Recycling ist also ein Gebot der Stunde, und weltweit mehren sich die Projekte und Verordnungen, die ein Recycling gebrauchter Materialien erm\u00f6glichen, unterst\u00fctzen und vorschreiben. Das gilt auch f\u00fcr Bodenbel\u00e4ge, bei denen inzwischen weitaus mehr m\u00f6glich ist als viele Verbraucher ahnen. Allerdings sind die meisten Verfahren zum Recycling von Bodenbel\u00e4gen noch relativ jung, weshalb man entsprechende Produkte oft sehr gezielt auf dem Markt suchen muss. Wird man f\u00fcndig, haben recycelte Bodenbel\u00e4ge in der Regel die gleichen Eigenschaften wie solche ohne Recyclinganteil. Das hei\u00dft auch: Beim Verlegen sollte man sie fachgerecht auf den Untergrund kleben lassen, damit man lange Freude daran hat.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>W\u00e4hlt man die richtige Holzart, ist Parkett nicht nur extrem nachhaltig, es bietet dar\u00fcber hinaus auch gute M\u00f6glichkeiten zum Recycling. Dabei spricht vieles daf\u00fcr, das Abschleifen eines Parkettbodens bereits als erste Recyclingma\u00dfnahme zu definieren: Hier wird ja bereits die Grundvoraussetzung f\u00fcr das Recycling erf\u00fcllt, ein gebrauchtes Produkt durch entsprechende Aufbereitung einem neuen Lebenszyklus zuzuf\u00fchren. Wichtigste Voraussetzung: Das Parkett muss fest auf den Untergrund geklebt sein, da bei schwimmender Verlegung Sch\u00e4den durchs Abschleifen drohen.<\/p>\n<p>Auch nach dem Ausbau l\u00e4sst sich Parkett weiterverwenden: Es gibt bereits Spezialisten, die historische Parkettb\u00f6den im Zuge eines Urban Mining abholen, aufbereiten und als edles Unikat mit Vergangenheit an den Besitzer oder einen neuen Kunden liefern. Bei dieser Aufarbeitung kann sich alter Kleber als Problem erweisen, weil er m\u00f6glicherweise Schadstoffe enth\u00e4lt und schwer vom Holz abzul\u00f6sen ist. Noch schlechter stehen die Recycling-Chancen allerdings f\u00fcr schwimmend verlegtes Mehrschicht-Parkett: Die Klebung der einzelnen Schichten sorgt hier f\u00fcr Mehraufwand und Einschr\u00e4nkungen bei der Wiederverwertung. Kann die Deckschicht vielleicht noch einer Wiederverwendung zugef\u00fchrt werden, ist bei Laminat nach Trennung seiner Bestandteile nur ein Recycling in Form von Schnitzeln m\u00f6glich. Der Gro\u00dfteil wird jedoch \u201ethermisch genutzt\u201c, also verbrannt.<\/p>\n<p>Dass sich die Recyclingm\u00f6glichkeiten auch f\u00fcr diese B\u00f6den in naher Zukunft verbessern k\u00f6nnten, zeigen die Fortschritte beim Vinyl-Recycling. Hier ist es ersten Herstellern durch neue Verfahren gelungen, gebrauchte B\u00f6den von Kleberresten zu s\u00e4ubern und Weichmacher wie Phtalate \u2013 etwa durch l\u00f6sungsmittelbasierte Extraktion \u2013 zu entfernen. So k\u00f6nnen auch alte Bodenbel\u00e4ge ohne Qualit\u00e4tsverlust wiederverwertet werden. Zu Granulat verarbeitet, lassen sie sich problemlos als ressourcenschonender Rohstoff in der Produktion neuer B\u00f6den einsetzen. Dar\u00fcber hinaus ist es bei den Herstellern schon seit vielen Jahren Standard, Produktionsreste und Verlegeabf\u00e4lle zu sammeln und in den Herstellungsprozess zur\u00fcckzuf\u00fchren. Vinylb\u00f6den mit unterschiedlich hohem Recyclinganteil lassen sich deshalb vergleichsweise einfach auf dem Markt finden und sind bei manchen Herstellern bereits Standard.<\/p>\n<p>Auch bei Teppichen und Teppichb\u00f6den sind viele Recyclingprodukte erh\u00e4ltlich. Interessant ist dabei, dass recycelte Kunstfasern oft nicht aus alten Teppichb\u00f6den stammen, sondern aus Quellen wie alten Fischernetzen oder PET-Flaschen. Daneben gibt es Angebote von Teppichen aus recycelten Naturfasern, etwa aus Baumwolle. Auch gebrauchte Teppichb\u00f6den und -fliesen werden zunehmend recycelt, teilweise durch Grundreinigung und Wiederverkauf, teilweise durch Trennung von Garn und R\u00fccken und getrennte Wiederverwendung beider Komponenten in der Produktion neuer Bodenbel\u00e4ge. Etliche Hersteller haben bereits ihre Produkte modifiziert, um den Recyclingprozess zu vereinfachen und die Lebenszyklen zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Auch Linoleum l\u00e4sst sich wiederverwerten, indem man es von einer eventuell vorhandenen Tr\u00e4gerschicht l\u00f6st und die Linoleummasse zu Pulver verarbeitet. Dieses Pulver dient dann als Rohmaterial f\u00fcr neue Linoleumbel\u00e4ge. Erste Hersteller sind bereits in der Lage, neben Verschnitt auch gebrauchtes Linoleum zu recyceln. Dazu haben sie Verfahren entwickelt, die bei geklebten B\u00f6den den Kleber vom Belag trennen.<\/p>\n<p>Korkb\u00f6den bestehen aus einem Naturmaterial, was ihre Wiederverwertung erleichtert. Allerdings werden Verlegereste und gebrauchte Bel\u00e4ge hier in der Regel nicht zu neuen Bel\u00e4gen verarbeitet. Meist produziert man daraus D\u00e4mmstoffgranulat, das im Baubereich f\u00fcr verschiedene Einsatzbereiche zugelassen ist. Auch Abf\u00e4lle aus der Produktion von Korkparkett werden so recycelt.<\/p>\n<p>Wer sich f\u00fcr einen Bodenbelag aus recycelten Rohstoffen entscheidet, kann davon ausgehen, dass diese ressourcenschonende Alternative technisch mit Neuprodukten gleichzusetzten ist. Das bedeutet auch, dass es beim Verlegen keine Unterschiede gibt: Auch diese B\u00f6den sollte man von einem Fachmann vollfl\u00e4chig auf den Untergrund kleben lassen \u2013 mit l\u00f6semittelfreien und emissionsarmen Klebstoffen, die zum Beispiel mit dem \u201eBlauen Engel\u201c oder dem Emicode-Siegel gekennzeichnet sind. Au\u00dferdem verbessert das professionelle Kleben des Belags den Schallschutz, die W\u00e4rme\u00fcbertragung von Fu\u00dfbodenheizungen, es erleichtert die Pflege und sorgt vor allem f\u00fcr Langlebigkeit. Und der nachhaltigste und ressourcenschonendste Bodenbelag ist immer noch der, der am l\u00e4ngsten liegen bleibt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild2_Recycling-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1410\" src=\"http:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild2_Recycling-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1434\" srcset=\"https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild2_Recycling-scaled.jpg 2560w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild2_Recycling-768x430.jpg 768w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild2_Recycling-1536x861.jpg 1536w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild2_Recycling-2048x1148.jpg 2048w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild2_Recycling-24x13.jpg 24w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild2_Recycling-36x20.jpg 36w, https:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/Bild2_Recycling-48x27.jpg 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"pressebild\">\n<p>Beitrag Foto: \u00a9 Diep\/AdobeStock\/IBK<\/p>\n<p>Foto Text: \u00a9 Amara\/AdobeStock\/IBK<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bodenbel\u00e4ge aus Recyclingmaterial Angesichts endlicher Ressourcen und einer wachsenden Weltbev\u00f6lkerung ist der \u00dcbergang zu einer Kreislaufwirtschaft l\u00e4ngst f\u00e4llig. 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