{"id":879,"date":"2018-06-28T09:09:54","date_gmt":"2018-06-28T07:09:54","guid":{"rendered":"http:\/\/ibk-fussboden.de\/?p=879"},"modified":"2019-03-26T09:38:49","modified_gmt":"2019-03-26T07:38:49","slug":"ibk-dialog-nr-5-fussbodenheizung-technische-vorgaben-fuer-die-planung-und-umsetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ibk-fussboden.de\/?p=879","title":{"rendered":"IBK-Dialog Nr. 5 : &#8222;Fu\u00dfbodenheizung \u2013 Technische Vorgaben f\u00fcr die Planung und Umsetzung&#8220;"},"content":{"rendered":"<h3>Beheizte B\u00f6den sind eine feine Sache und Fu\u00dfbodenheizungssysteme sehr vielf\u00e4ltig. Doch welche Systeme gibt es?<\/h3>\r\n<p>Neben diversen Varianten der Warmwasserfu\u00dfbodenheizungen (WFH) sind auch nachtr\u00e4glich installierbare Oberfl\u00e4chenheizsysteme verf\u00fcgbar. Bei der klassischen WFH werden in oder auf einer D\u00e4mmschicht spezielle Kunststoffleitungen schlaufenf\u00f6rmig verlegt und mit einem Estrich als Lastverteilungsschicht \u00fcberdeckt. Dieser dient dabei auch als W\u00e4rmespeicher. Nachtr\u00e4glich einbaubare Bodenheizsysteme sind als Heiz- oder Rohrklemmfolien, Einzeldr\u00e4hte oder Drahtgewebe erh\u00e4ltlich. Sie werden auf die Untergrundoberfl\u00e4che eingebaut und mit geeigneten Spachtelmassen \u00fcberzogen. Zudem gibt es Varianten, bei denen in Bestandsestriche Fugen eingefr\u00e4st und darin eine Warmwasserheizleitung eingelegt werden.<\/p>\r\n<h3>Was ist beim Installieren von Fu\u00dfbodenheizungen wichtig?<\/h3>\r\n<p>Bodenheizsysteme sind technisch relativ anspruchsvolle Konstruktionen. Einerseits m\u00fcssen die Baubedingungen beachtet werden, wozu Art und Auslegung der D\u00e4mmschicht, H\u00f6henangaben, Estrichtyp und mehr geh\u00f6ren. Andererseits sind die rein w\u00e4rmetechnischen Parameter, wie z. B. erforderliche Heizleistung, W\u00e4rmeverteilung, Heizsteuerung und weitere einzuhalten. Entscheidend f\u00fcr den Erfolg ist dabei das Zusammenspiel aller Beteiligten, vom Bauherr, \u00fcber den Planer und Heizungsbauer hin zum Estrich-, Fliesen- sowie Boden- und Parkettleger.<\/p>\r\n<p>Wichtig ist, zu wissen: B\u00f6den mit Fu\u00dfbodenheizungen sollten nicht mit w\u00e4rmed\u00e4mmenden Materialien, z. B. dicken, abgepassten Teppichen, zus\u00e4tzlich abgedeckt werden. Ansonsten b\u00fc\u00dfen sie massiv an Heizleistung ein.<\/p>\r\n<h3>Welches System ist das Bessere?<\/h3>\r\n<p>Das \u201ebeste\u201c Fu\u00dfbodenheizungssystem gibt es als solches nicht. Vielmehr kommt es vor allem darauf an, welche Vorgaben (Bauherrnwunsch, bautechnische Situation vor Ort u. \u00e4.) vorhanden sind. Davon h\u00e4ngt ab, welche Variante in diesem Fall die optimale L\u00f6sung darstellt. Der wohl deutlichste Unterschied d\u00fcrfte in der jeweiligen Heizleistung, die sehr unterschiedlich ausfallen kann, und im Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis bestehen.<\/p>\r\n<h3>Wie kann man sicherstellen, dass eine Fu\u00dfbodenheizung sach- und fachgerecht eingebaut wird?<\/h3>\r\n<p>Dar\u00fcber hat sich eine Reihe von Fachleuten viele Gedanken gemacht. Herausgekommen sind dabei zwei Standardwerke mit der Bezeichnung \u201eSchnittstellkoordinationen\u201c f\u00fcr Neubau und Bestandsbau. Sie beziehen sich nicht nur auf beheizte, sondern auch auf gek\u00fchlte Fl\u00e4chen. Die Brosch\u00fcren k\u00f6nnen als kostenloser Download (PDF-Datei) auf der Website des Bundesverbands Fl\u00e4chenheizungen und Fl\u00e4chenk\u00fchlungen e.V. (BVF) unter der Rubrik \u201eFachinformationen\u201c auf www.flaechenheizung.de abgerufen werden. Darin sind sowohl wichtige planerische Hinweise enthalten und Checklisten, Ablaufpl\u00e4ne sowie Details aus normativen Vorgaben.<\/p>\r\n<h3>Was ist vor Beginn der Bodenbelagsarbeiten zu beachten?<\/h3>\r\n<p>Speziell beheizte Untergr\u00fcnde m\u00fcssen hinreichend trocken sein, bevor Bodenbel\u00e4ge eingebaut werden k\u00f6nnen. Feuchteanteile im Untergrund werden durch die Temperierung in Richtung Oberfl\u00e4che bewegt. Existiert eine dichte Schicht, staut sich die Feuchtigkeit unter dem Oberbelag und es kommt zu Beulenbildungen, Schichtenabl\u00f6sungen, Geruchsbildungen oder anderen Beeintr\u00e4chtigungen. Die Schnittstellenkoordinationen beschreiben zudem alle wesentlichen Pr\u00fcfungsma\u00dfnahmen, die beim Verlegen von Bodenbel\u00e4gen zu ber\u00fccksichtigen sind. Hierzu z\u00e4hlt beispielsweise der Einbau von Pr\u00fcfstellen-Markierungen im Estrich, die gefahrlose Probenahmen (d. h. ohne Heizrohrsch\u00e4digungen) f\u00fcr die Feuchtigkeitsmessung mit dem CM-Ger\u00e4t sicherstellen. Eine weitere Ma\u00dfnahme, damit die beschriebenen Schreckensszenarien erst gar nicht entstehen.<\/p>\r\n<p>Ein anderer Aspekt betrifft Fugen zwischen den Heizkreisen. Aufgrund der Temperatur\u00e4nderungen muss mit entsprechenden thermischen Bewegungen der Untergr\u00fcnde gerechnet werden. Ob, wie viel und wo Bewegungsfugen erforderlich sind, h\u00e4ngt vom verwendeten System ab und ist schon im Vorfeld zu planen\/abzustimmen.<\/p>\r\n<h3>Gibt es Besonderheiten beim Einbau von Bodenbel\u00e4gen auf Fu\u00dfbodenheizungen?<\/h3>\r\n<p>Bodenbel\u00e4ge m\u00fcssen optimal akklimatisiert sein, am besten an die Bedingungen der sp\u00e4teren Nutzung. So reduzieren sich thermische Dimensions\u00e4nderungen nochmals. Auch w\u00e4hrend der Verlegarbeiten l\u00e4sst sich die Fu\u00dfbodenheizung in Betrieb halten. Nach den einschl\u00e4gigen Regelwerken soll die Oberfl\u00e4chentemperatur der Fu\u00dfbodenheizung drei Tage vor, w\u00e4hrend und ca. sieben Tage nach den Bodenbelagsarbeiten zwischen +18\u00b0C und +22\u00b0C betragen.<\/p>\r\n<h3>Was ist bei Temperatur\u00e4nderungen zu beachten?<\/h3>\r\n<p>Sie k\u00f6nnen zu Dimensions\u00e4nderungen f\u00fchren, nicht nur bei Estrichen, sondern auch bei Bodenbel\u00e4gen. Nicht selten sind Fugenbildungen oder gar Aufw\u00f6lbungen die Folge. Letztere k\u00f6nnen z. B. unmittelbar vor schweren M\u00f6beln entstehen. Das Gewicht behindert lose liegende Belagstypen in der thermischen Ausdehnung, was schlie\u00dflich mit Stauchungseffekten einhergeht.<\/p>\r\n<h3>Wie lassen sich solche Ma\u00df\u00e4nderungen verhindern?<\/h3>\r\n<p>Um Dimensions\u00e4nderungen zu minimieren, sollten Bodenbel\u00e4ge stets geklebt werden. Hier sind moderne, l\u00f6semittelfreie und sehr emissionsarme Klebstoffe die erste Wahl. In Kombination mit einer professionellen Untergrundvorbereitung, die auch bei nicht geklebten Varianten immer erforderlich ist, ergeben sich langlebige, belastbare Fu\u00dfb\u00f6den. Die feste und stabile Verbindung mit dem Untergrund sorgt daf\u00fcr, dass sowohl die L\u00e4ngen- als auch Breitenausdehnung der Bel\u00e4ge in extrem engen Grenzen gehalten werden.<\/p>\r\n<p>Download als pdf: <a href=\"http:\/\/ibk-fussboden.de\/wp-content\/uploads\/IBK-Dialog-5-Fu\u00dfbodenheizung-1.pdf\">IBK Dialog 5 Fu\u00dfbodenheizung<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beheizte B\u00f6den sind eine feine Sache und Fu\u00dfbodenheizungssysteme sehr vielf\u00e4ltig. Doch welche Systeme gibt es? Neben diversen Varianten der Warmwasserfu\u00dfbodenheizungen (WFH) sind auch nachtr\u00e4glich installierbare Oberfl\u00e4chenheizsysteme verf\u00fcgbar. 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