Initiative Bodenbeläge kleben

Auch elastische Böden lassen sich abschleifen und versiegeln

Neues Leben für alte Beläge

Besitzer von Holzböden sind fein raus. Ihre Bodenbeläge kann man durch Abschleifen und Versiegeln auch für einen zweiten oder gar dritten Lebenszyklus fit machen. Was weniger bekannt ist: Auch bei vielen flexiblen Belägen, zum Beispiel aus PVC, Vinyl oder Kautschuk, ist dies möglich. Und durchaus sinnvoll, weil der neu aufbereitete Boden gegenüber der „Generation One“ eine Menge Vorteile bietet. Dazu gehört nicht zuletzt ein Gewinn an Nachhaltigkeit, weil der Belag ressourcenschonend weiterverwendet wird, statt ihn gegen einen neu produzierten Belag auszutauschen. Die Sanierung selbst sollte man prinzipiell einem Profi überlassen, weil hier viel Fachkenntnis gefragt ist. Und auch der Fachmann kann nur sanieren, wenn der jeweilige Belag durch Kleben fest mit dem Untergrund verbunden ist. Ein loser Bodenbelag würde dem Schleifdruck nicht standhalten, ohne dass es zu Beschädigungen kommt.

Elastische Bodenbeläge, oft auch Designbeläge genannt, sind sehr robust und langlebig. Außerdem haben sie viele positive Eigenschaften wie zum Beispiel fußwarm, trittschalldämmend und sehr gut für Feuchträume geeignet. Außerdem sehen diese Bodenbeläge mit einer großen Auswahl an Designs richtig gut aus. Aber auch sie kommen in die Jahre. Dann kann man sie austauschen, aber das ist teuer, zeitaufwändig und nicht unbedingt umweltfreundlich. Alternativ fassen deshalb viele eine Sanierung ins Auge. Diese wird auch Geld kosten, ist aber unter dem Strich rund 40 Prozent günstiger als die Verlegung eines neuen Belags.

 

Außerdem bringt sie neben dem Werterhalt des alten Bodens und einer Zeitersparnis von bis zu 50 Prozent weitere Vorteile, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte. So ist der sanierte Bodenbelag nach Meinung der Fachleute dank standfester Versiegelung robuster und langlebiger als ein neuer. Auch der Aufwand für das Reinigen wird gesenkt, da Schmutz an der Versiegelung schlechter haftet. Gleiches gilt für Keime, weshalb ein sanierter Bodenbelag auch ein Plus an Hygiene bedeutet. Dabei ist er rutschsicherer, was die Gefahr von Unfällen reduziert. Nicht zu vergessen der Gewinn für die Umwelt: Dank der Verlängerung des Nutzungszyklus spart man im Vergleich zu einem neu verlegten Boden eine erhebliche Menge an Ressourcen und Energie, was zu einer deutlichen Reduktion des CO2-Fußabdrucks führt. Dies nicht nur bei elastischen Kunststoff-Belägen, sondern auch bei saniertem Kork oder Linoleum.

 

Eine komplette Sanierung besteht in der Regel aus drei Arbeitsgängen: Grundreinigung, Abschleifen und Versiegelung. Alle drei sind Arbeiten für den Profi. Auch wenn sich der Begriff „Grundreinigung“ einfach anhört, sind Selbermacher außen vor. Denn hier ist umfangreiches Fachwissen erforderlich: über die Eigenschaften der Bodenbeläge, die richtige Reihenfolge der Arbeitsschritte, die perfekte Temperatur der Reinigungsmittel bis hin zu angemessenen Trocknungszeiten. Wer hier sparen will, kann dies durch eine entsprechende Vorbereitung tun. Möbel müssen aus dem Zimmer getragen, schwer zugängliche Stellen zugänglich gemacht werden – wer’s selber macht, spart Arbeitszeit.

 

Für den Schliff gibt es zwar viele Anleitungen von Baumärkten, aber ein Laie ohne handwerkliche Erfahrung kann hier trotzdem gravierende Schäden anrichten – ganz besonders bei elastischen Belägen aus Linoleum, PVC, Vinyl oder Kautschuk, bei denen die Nutzschicht oft sehr dünn ist. Schon die Wahl der falschen Schleifscheibe kann zu Beschädigungen führen, die –wenn die Farbe nach ein paar Monaten abblättert – aufwendige Nachsanierungen zur Folge haben. Auch für die Versiegelung braucht es fachlich geschultes Personal. Besonders wichtig ist dabei eine genaue Kenntnis des Materials, seiner Eigenschaften und einer eventuellen Beschichtung, die für die Wahl der passenden Versiegelung und für die fachgerechte Ausführung der Vorbereitungsschritte erforderlich ist.

 

Nach der Versiegelung hat man lange Zeit ungetrübte Freude an seinem „neuen alten“ Bodenbelag. Dies umso mehr, als viele alte Böden im Zuge der Erneuerung durch ein neues, modernes Design aufgewertet werden können. – Der Fachmann gibt Auskunft, was beim konkreten Belag möglich ist. Er berät auch zu allergenfreien Reinigern oder schadstoffarmen Versiegelungen. Gütesiegel wie das Emicode-Siegel stehen auch hier für ein wohngesundes Raumklima, so dass man nach der Bodensanierung das Wohnen in den eigenen vier Wänden in vollen Zügen genießen kann.

 

 

Bildnachweise:
Bild 1: Anna Lurye/AdobeStock/IBK
Bild 2: Ponimah/AdobeStock/IBK
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