Initiative Bodenbeläge kleben

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Jürgen Gehring verstorben

pik und IBK trauern um langjährigen Mitstreiter

Die Mitglieder und Vertreter der Initiativen pik (Parkett im Klebeverbund) und IBK – Initiative Bodenbeläge Kleben trauern um ihren langjährigen Kollegen und Weggefährten Jürgen Gehring, der am 14. Januar 2019 unerwartet im Alter von 63 Jahren verstorben ist. Jürgen Gehring trat in seiner Funktion als Leiter „Entwicklung Bauklebstoffe“ des Herstellers Bostik den Initiativen bei, darunter pik seit Beginn im Jahr 2000/2001 sowie der IBK seit ihrer Gründung in 2016.

Erfolg in soziale Kanäle ausweiten

IBK verbessert Presseergebnis im 3. Jahr

Aller guten Dinge sind drei – das trifft auch auf das dritte Jahr der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der IBK (Initiative Bodenbeläge kleben) zu. Dieses brachte ein neues Rekordergebnis der noch jungen Geschichte der Initiative: Im Kalenderjahr 2018 berichteten die Tages- und Wochenzeitungen, Endverwender-Magazine, Fachpresse sowie Online-Medien insgesamt 408 Mal in Deutschland über die vielen Vorteile geklebter Bodenbeläge.

Gemütlicher Blick in die Flammen

Wenn die Abende kühler werden, ist es im warmen Zuhause am behaglichsten. Wer das Lagerfeuer-Ambiente in die kalte Jahreszeit hinüberretten will, greift am besten auf einen offenen Kamin zurück. Der entwickelt einen ganz eigenen Charakter im Zimmer. Sein knisterndes Feuer erzeugt eine spezielle romantische Atmosphäre und erwärmt den Raum auf natürliche Weise. Auf einem bequemen Teppichboden lässt sich vor dem Feuer dann besonders gemütlich entspannen. Dabei gilt es aber, zuvor wichtige Dinge zu beachten.  

Damit Toben und Spielen dauerhaft Spaß macht

Boden im Kinderzimmer vollflächig kleben

Das Kinderzimmer ist zuhause nahezu ein rechtsfreier Raum – zumindest was von Eltern gemachte „Gesetze“ anbelangt. In ihrem Reich können sich die Kleinen nämlich nach Herzenslust austoben, wo dies in den anderen Räumen untersagt ist. Daher sollte der ausgesuchte Boden im Kinderzimmer entsprechend strapazierfähig und belastbar sein sowie fußwarm, komfortabel und pflegeleicht. Wer sich lange an seinem Bodenbelag erfreuen möchte, sollte ihn vollflächig fest auf den Untergrund kleben. 

Eine gute Schadensvorsorge

Kleben von Fußböden birgt Vorteile

Brüche im Klickbelag, zu große Fugen zwischen den Vinyl-Planken, Beulen und Wellen im Teppich – Fußbodenmängel sind ärgerlich und können sehr teuer werden. Dabei lassen sie sich in der Regel ganz einfach vermeiden, indem der ausgesuchte Bodenbelag zuhause vollflächig fest geklebt statt nur lose verlegt wird. Letzteres ist zwar die vermeintlich günstigere Verlege-Methode. Wenn es dumm läuft, müssen Haus- und Wohnungsbesitzer aber am Ende erheblich draufzahlen.

Beste Voraussetzung fürs Toben

Im Kinderzimmer Bodenbeläge kleben

Auf einmal ist das Saft-Glas verschüttet oder unbedacht auf ein Stück Knete getreten. In Kinderzimmer kann es schon mal hoch hergehen, nutzen die Kleinen „ihre“ eigenen vier Wände doch zum Toben und Tollen. Die meiste Zeit verbringen sie dabei wohl auf dem Boden, über den sie rennen und springen oder auf dem sie malen, basteln und lesen. Deshalb sollte der gewählte Belag für warme Füße sowie ein weiches und leises Auftreten sorgen. Unabhängig davon, welchen Belag die Eltern wählen, lassen sie diesen dazu am besten vollflächig kleben. 

Jeder Geschmack abgedeckt

Designböden weiterhin im Trend

Der kühle, stilvolle Look von Naturstein oder Beton aber gleichzeitig ein angenehm weiches und warmes Fußgefühl? Die edle Maserung eines Holzparkettbodens ohne bei einem verschütteten Rotweinglas direkt einen Farbfleck zu fürchten? Elastische Bodenbeläge und speziell Designböden sind weiter Trend in deutschen Wohnräumen sowie in Bad und Küche. Preiswert und pflegeleicht lässt sich mit ihren authentischen Oberflächenimitationen jedes Material – von Parkett über Fliesen hin zu Metall – nachahmen. Zusätzlich bieten Designböden zur Gestaltung mit Dekoren, Farben und Designs kreativen Spielraum in Hülle und Fülle. Wird der Belag dabei fest auf den Untergrund geklebt, haben Bewohner viele Jahre Freude daran.

Gute Vorbereitung ist alles

Vorm Bodenverlegen den Untergrund herrichten

Zuhause wippt beim Gehen der Boden oder er erzeugt einen hohlen Klang? Erscheint er uneben und weist Verformungen auf? Dies sind oft Anzeichen dafür, dass der Bodenbelag nicht richtig verlegt worden ist. Ursache dafür dürfte in den meisten Fällen eine nicht ausreichende Untergrundvorbereitung sein. Denn vor jeder Belagsverlegung ist zu prüfen, ob der Unterboden bereit ist für seine „zweite Haut“. Kleine Fehler können unweigerlich schwerwiegende Folgen haben und buchstäblich Wellen schlagen. Der Fußboden ist im Gegensatz zu den Wänden eine hoch belastete Gebäudefläche. Umso wichtiger ist es, den Untergrund richtig herzurichten

IBK-Dialog Nr. 6 : „Bodenbeläge auf Treppen vollflächig kleben“

Gerade in Bürogebäuden werden Treppenhäuser und Treppen viel genutzt. Entsprechend muss der Belag der Treppen besonders robust, belastbar und pflegeleicht sein. Hier ist das Verlegen aufwändiger als bei ebenen Flächen, da die Detaildichte höher ausfällt. Was wiederum längere Arbeitszeiten mit sich bringt. Worauf alles beim Verlegen des Bodenbelags auf Treppen zu achten ist, behandelt der aktuelle IBK-Dialog.

Ist Treppe gleich Treppe?

Jede Treppenform hat ihre eigene Besonderheit, von der Spindel- über die Bogen- hin zur Podest- und geradläufigen Treppe. Die Form der Treppe ist bei der fachgerechten Verlegung zu berücksichtigen und bringt jeweils ihre eigene Anforderung mit sich. Auch das ausgewählte unterschiedliche Material macht ein anderes Arbeiten notwendig, abhängig davon ob die Treppe aus Beton, Stahl, Holz oder Naturstein gefertigt ist. Zu guter Letzt spielen auch die Belagsoptionen eine Rolle, egal ob Parkett, Stein, textile oder elastische Bodenbeläge sowie Sichtbeton oder Fertigstufen gewünscht sind. Handwerker sollten sich daher basierend auf den vorliegenden Gegebenheiten des Objekts vor Ort stets an den technischen Grundlagen für Gebäudetreppen (DIN 18065) orientieren, im Einklang natürlich mit der DIN 18365 für Bodenbelagsarbeiten.

Welche Anforderungen stellen Treppen?

Basierend nach Form der Treppen und der Stufengestaltung sind die Beläge jeweils passgenau zuzuschneiden. Im Vordergrund steht dabei stets die Tritt- und Rutschsicherheit. Um Stolperfallen durch Lufteinschlüsse oder Wellungen zu vermeiden, ist der ausgewählte Belag vollflächig fest zu kleben. Dadurch kann der Belag später auch bei großer Belastung und Beanspruchung nicht verrutschen, wie es bei lose liegenden Systemen der Fall sein könnte. Auch die Schrittmaßregel ist nicht zu vernachlässigen und einzuhalten. Der Stufenvorderkante kommt besondere Beachtung zu, weil sie einer extrem starken Belastung ausgesetzt ist.

Worauf ist speziell bei Treppenstufen zu achten?

Stufen stellen das Fundament für das Besteigen einer Treppe dar. Insofern müssen die Stufen fest, tragfähig und dauerhaft trocken sein, ehe der Belag auf ihnen angebracht werden kann. Hierzu sind sie im Vorfeld der Arbeiten nach DIN 18065 sowie DIN 18365 zu prüfen. Sofern Stufenvorderkanten kein spezielles Kantenprofil erhalten, muss deren Kante abgerundet sein (Kantenradius mindestens 10 mm). Es kann erforderlich sein – z. B. bei ausgetretenen Holzstufen – geeignete Reparaturwinkel einzubauen, um die Ursprungsform der Stufe wiederherzustellen. Im Sanierungsfall sind zudem vorhandene alte Reste von Klebstoff und Spachtelmassen zu entfernen, genauso wie Altbodenbeläge. Wie im Fall der Bodenverlegung ist prinzipiell auch bei Treppen eine professionelle Untergrundvorbereitung das A und O. Vor dem Kleben des Bodenbelages steht daher immer ein Grundier- als auch ein Spachtelvorgang.

Wie sehen die Anforderungen an den Bodenbelag aus?

Bodenbeläge müssen vom jeweiligen Hersteller generell für die Verlegung auf Treppen ausgelobt sein. Für Textilbeläge geben z. B. Symbole darüber Auskunft. Bei Teppichböden ist die Florrichtung (zur Stufenkante weisend) zu berücksichtigen. Designmuster müssen sich an der Treppenkante orientieren. Optimale Übergänge werden mit entsprechenden Treppenstoßkantenprofilen erreicht. Dabei sind zusätzlich die Vorgaben der Profilhersteller von Bedeutung.

Was ist beim vollflächigen Kleben zu beachten?

Früher kamen bei Klebungen im Treppenbereich lösemittelhaltige Klebstoffe zum Einsatz – dies gehört jedoch seit Jahrzehnten der Vergangenheit an. Explosionsgefahren, etwaige Geruchsbelästigungen und Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Emissionen entfallen heute vollständig. Dem Handwerker stehen für Verlegearbeiten längst lösemittelfreie, sehr emissionsarme Grundierungen, Spachtelmassen und Klebstoffe zur Verfügung. Welche Produkte besonders ökologisch sind, machen Umwelt-Label wie der „Blaue Engel“ oder das EMICODE-Siegel deutlich. Sie zeichnen die emissionsärmsten, unbedenklichen Verlegewerkstoffe aus und geben Sicherheit.

Der Klebstoff muss möglichst schnell eine feste Verbindung zwischen Belag und Stufe herstellen. Besonders dann, wenn der Bodenbelag auch um die Stufenkante/-nase herumgezogen werden soll. Bewährt haben sich hierfür die lösemittelfreien Kontaktklebstoffe, die sowohl auf die Belagsrückseite wie auf den Untergrund aufzutragen sind. Nach der Trocknung beider Klebstofffilme haftet der Belag beim Zusammenfügen sofort, ähnlich einem Druckknopf.

Welche Klebe-Alternativen gibt es?

Oft lassen sich spezielle Trockenkleber einsetzen, meist als „Klebebänder“ bekannt. Doch Achtung: Solche Spezialprodukte sind nicht mit herkömmlichen Teppichklebebändern zu vergleichen und dürfen daher nicht verwechselt werden. Der besondere Vorteil der Trockenkleber: eine Trocknung ist nicht erforderlich. Einfach den Trockenkleber aufkleben, Schutzpapier abziehen und den Belag aufkleben. Gleich im Anschluss ist die Stufe bereits voll benutzbar.

Für Zuschnitt und Klebung ist Fachwissen gefragt. Solche Arbeiten sollte man daher immer von einem Profi überlassen.

Download als pdf: IBK Dialog 6 Treppen

IBK-Dialog Nr. 5 : „Fußbodenheizung – Technische Vorgaben für die Planung und Umsetzung“

Beheizte Böden sind eine feine Sache und Fußbodenheizungssysteme sehr vielfältig. Doch welche Systeme gibt es?

Neben diversen Varianten der Warmwasserfußbodenheizungen (WFH) sind auch nachträglich installierbare Oberflächenheizsysteme verfügbar. Bei der klassischen WFH werden in oder auf einer Dämmschicht spezielle Kunststoffleitungen schlaufenförmig verlegt und mit einem Estrich als Lastverteilungsschicht überdeckt. Dieser dient dabei auch als Wärmespeicher. Nachträglich einbaubare Bodenheizsysteme sind als Heiz- oder Rohrklemmfolien, Einzeldrähte oder Drahtgewebe erhältlich. Sie werden auf die Untergrundoberfläche eingebaut und mit geeigneten Spachtelmassen überzogen. Zudem gibt es Varianten, bei denen in Bestandsestriche Fugen eingefräst und darin eine Warmwasserheizleitung eingelegt werden.

Was ist beim Installieren von Fußbodenheizungen wichtig?

Bodenheizsysteme sind technisch relativ anspruchsvolle Konstruktionen. Einerseits müssen die Baubedingungen beachtet werden, wozu Art und Auslegung der Dämmschicht, Höhenangaben, Estrichtyp und mehr gehören. Andererseits sind die rein wärmetechnischen Parameter, wie z. B. erforderliche Heizleistung, Wärmeverteilung, Heizsteuerung und weitere einzuhalten. Entscheidend für den Erfolg ist dabei das Zusammenspiel aller Beteiligten, vom Bauherr, über den Planer und Heizungsbauer hin zum Estrich-, Fliesen- sowie Boden- und Parkettleger.

Wichtig ist, zu wissen: Böden mit Fußbodenheizungen sollten nicht mit wärmedämmenden Materialien, z. B. dicken, abgepassten Teppichen, zusätzlich abgedeckt werden. Ansonsten büßen sie massiv an Heizleistung ein.

Welches System ist das Bessere?

Das „beste“ Fußbodenheizungssystem gibt es als solches nicht. Vielmehr kommt es vor allem darauf an, welche Vorgaben (Bauherrnwunsch, bautechnische Situation vor Ort u. ä.) vorhanden sind. Davon hängt ab, welche Variante in diesem Fall die optimale Lösung darstellt. Der wohl deutlichste Unterschied dürfte in der jeweiligen Heizleistung, die sehr unterschiedlich ausfallen kann, und im Kosten-Nutzen-Verhältnis bestehen.

Wie kann man sicherstellen, dass eine Fußbodenheizung sach- und fachgerecht eingebaut wird?

Darüber hat sich eine Reihe von Fachleuten viele Gedanken gemacht. Herausgekommen sind dabei zwei Standardwerke mit der Bezeichnung „Schnittstellkoordinationen“ für Neubau und Bestandsbau. Sie beziehen sich nicht nur auf beheizte, sondern auch auf gekühlte Flächen. Die Broschüren können als kostenloser Download (PDF-Datei) auf der Website des Bundesverbands Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. (BVF) unter der Rubrik „Fachinformationen“ auf www.flaechenheizung.de abgerufen werden. Darin sind sowohl wichtige planerische Hinweise enthalten und Checklisten, Ablaufpläne sowie Details aus normativen Vorgaben.

Was ist vor Beginn der Bodenbelagsarbeiten zu beachten?

Speziell beheizte Untergründe müssen hinreichend trocken sein, bevor Bodenbeläge eingebaut werden können. Feuchteanteile im Untergrund werden durch die Temperierung in Richtung Oberfläche bewegt. Existiert eine dichte Schicht, staut sich die Feuchtigkeit unter dem Oberbelag und es kommt zu Beulenbildungen, Schichtenablösungen, Geruchsbildungen oder anderen Beeinträchtigungen. Die Schnittstellenkoordinationen beschreiben zudem alle wesentlichen Prüfungsmaßnahmen, die beim Verlegen von Bodenbelägen zu berücksichtigen sind. Hierzu zählt beispielsweise der Einbau von Prüfstellen-Markierungen im Estrich, die gefahrlose Probenahmen (d. h. ohne Heizrohrschädigungen) für die Feuchtigkeitsmessung mit dem CM-Gerät sicherstellen. Eine weitere Maßnahme, damit die beschriebenen Schreckensszenarien erst gar nicht entstehen.

Ein anderer Aspekt betrifft Fugen zwischen den Heizkreisen. Aufgrund der Temperaturänderungen muss mit entsprechenden thermischen Bewegungen der Untergründe gerechnet werden. Ob, wie viel und wo Bewegungsfugen erforderlich sind, hängt vom verwendeten System ab und ist schon im Vorfeld zu planen/abzustimmen.

Gibt es Besonderheiten beim Einbau von Bodenbelägen auf Fußbodenheizungen?

Bodenbeläge müssen optimal akklimatisiert sein, am besten an die Bedingungen der späteren Nutzung. So reduzieren sich thermische Dimensionsänderungen nochmals. Auch während der Verlegarbeiten lässt sich die Fußbodenheizung in Betrieb halten. Nach den einschlägigen Regelwerken soll die Oberflächentemperatur der Fußbodenheizung drei Tage vor, während und ca. sieben Tage nach den Bodenbelagsarbeiten zwischen +18°C und +22°C betragen.

Was ist bei Temperaturänderungen zu beachten?

Sie können zu Dimensionsänderungen führen, nicht nur bei Estrichen, sondern auch bei Bodenbelägen. Nicht selten sind Fugenbildungen oder gar Aufwölbungen die Folge. Letztere können z. B. unmittelbar vor schweren Möbeln entstehen. Das Gewicht behindert lose liegende Belagstypen in der thermischen Ausdehnung, was schließlich mit Stauchungseffekten einhergeht.

Wie lassen sich solche Maßänderungen verhindern?

Um Dimensionsänderungen zu minimieren, sollten Bodenbeläge stets geklebt werden. Hier sind moderne, lösemittelfreie und sehr emissionsarme Klebstoffe die erste Wahl. In Kombination mit einer professionellen Untergrundvorbereitung, die auch bei nicht geklebten Varianten immer erforderlich ist, ergeben sich langlebige, belastbare Fußböden. Die feste und stabile Verbindung mit dem Untergrund sorgt dafür, dass sowohl die Längen- als auch Breitenausdehnung der Beläge in extrem engen Grenzen gehalten werden.

Download als pdf: IBK Dialog 5 Fußbodenheizung

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