Initiative Bodenbeläge kleben

Super Spielgefährte

Geklebter Bodenbelag im Kinderzimmer

In ihrer „elternfreien Zone“ verbringen Kinder viel Zeit. Den meisten Berührungskontakt haben sie dabei mit dem Bodenbelag. Auf der „Spielwiese“ erkunden kleine Krabbler die Welt, sausen große Rabauken mit Bobbycars um die Wette oder verhandeln junge Damen am Krämerladen. Warme Füße, reine Luft, weicher und leiser Auftritt – besonders im Kinderzimmer sollte ein Fußboden dies alles bieten.

Schön leise auf Schritt und Tritt

Kleben von Bodenbelägen mindert den Raumschall

In ihren eigenen vier Wänden wollen Bewohner sich frei bewegen – ohne dass dabei störende Geräusche entstehen. Wenn das Parkett bei jedem Schritt knarrt und knarzt, der Designbelag knistert und „schmatzt“ oder Absätze laut klacken, dann kann einem das schnell auf die Nerven gehen.

Dem Raumschall einen Dämpfer verpassen

Angenehme Akustik mit geklebten Bodenbelägen

Fußboden für Leisetreter: Werden Bodenbeläge vollflächig auf den Untergrund geklebt, sorgt dies für niedrigen Gehschall und eine angenehme Akustik im Raum. Selbst wenn Kinder tanzen, verursacht das keinen lauten Trommelwirbel mehr. Dahingegen haben schwimmend oder lose verlegte Bodenbeläge einen unangenehmen „Beiklang“.

Auch im Sommer gut in Form

Bodenbeläge hinter Glas

Wohnen auf der Sonnenseite: Lichtdurchflutete, optisch vergrößerte Räume und ein schöner Ausblick zählen zu den Vorzügen bodentiefer Fenster. Wo viel Tageslicht in die Zimmer fällt, sollten Bewohner ihre Bodenbeläge jedoch fest auf den Untergrund kleben lassen. Nur dann bleiben diese auch bei starker Sonneneinstrahlung und Luftfeuchtigkeit in Form.

IBK-Dialog Nr. 3: „Hightech im Fußboden – Klebstoffe zur Bodenverlegung“

„Hightech im Fußboden – Klebstoffe zur Bodenverlegung.“

Keine Frage: lose liegende Böden bergen Probleme. Klebungen schaffen Abhilfe. Aber wo gibt es Hinweise zu Klebstoffen?

Wer BeuIen im Teppichboden vermeiden, die Effizienz seiner Fußbodenheizung steigern und zusätzlich den Raumschall verringern will, kommt um die fachgerechte Klebung des jeweiligen Bodenbelages nicht herum. Wichtige grundsätzliche Parameter dafür gibt die Norm für Bodenbelagsarbeiten DIN 18365 vor. Demnach müssen Klebstoffe „so beschaffen sein, dass durch sie eine feste und dauerhafte Verbindung erreicht wird. Sie dürfen Bodenbelag, Unterlagen und Untergrund nicht nachteilig beeinflussen und nach der Verarbeitung keine Belästigung durch Geruch hervorrufen“. Hinweise, welches Produkt sich für welche Aufgabe eignet, finden sich in den zugehörigen technischen Datenblättern der Klebstoffhersteller – neben den Verlegeanleitungen der Bodenbelagshersteller eine der wichtigsten Informationsquellen für den Bodenprofi.

Welche Klebstofftypen gibt es für welchen Einsatzbereich?

Fußbodenklebstoffe lassen sich anhand ihrer Rohstoffbasis unterscheiden. Doch eines vorweg: Unabhängig vom Typ oder der Basis des Klebstoffs ist die Anforderung einer sorgfältigen Untergrundvorbereitung. Alle Klebstoffe können nur auf sauberen, festen Unterböden die gewünschte Leistung bringen.

Dispersionsklebstoffe:

Für Bodenbeläge wie Teppichböden oder Beläge aus PVC/CV, Linoleum und Kautschuk werden vor allem Dispersionsklebstoffe verwendet – richtige Hightech-Materialien. Es gehört sehr viel Know-how dazu, extrem feine Kunststoffpartikel in Wasser so zu verteilen, dass am Ende die benötigten Eigenschaften des Produktes vorhanden sind. Die Klebkraft entsteht durch Wasserverdunstung, bis nur noch der Kunststoff und sonstige festen Bestandteile (z. B. Kreide) der Rezeptur übrigbleiben.

Aufgrund der verschiedene Bodenbelagsmaterialien und unterschiedlichen Belagsrückseiten werden Klebstoffe angepasst entwickelt und auf solche Details abgestimmt. Außerdem sind sie sehr verarbeitungsfreundlich. Der Auftrag erfolgt mit einem Zahnspachtel einseitig auf den Unterboden, wodurch sie auch unter dem Namen „Einseitklebstoffe“ bekannt sind. Korrekturen des bereits eingelegten Bodenbelages sind dabei meist recht lange möglich, bis der Klebstoff mit der Abbindung beginnt. Der Untergrund muss eine Saugfähigkeit aufweisen, um das im Klebstoff enthaltene Restwasser aufzunehmen. Untergründe, die nicht saugfähig sind, erfordern spezielle Haftbettklebstoffe.

Reaktionsharzklebstoffe:

Wie der Name andeutet, erhärtet dieser Typ aufgrund einer chemischen Umsetzung. Seine Basis sind reaktive Ausgangsstoffe, so genannte Reaktionsharze. Einkomponentige Versionen reagieren nach dem Auftrag mit Feuchtigkeit (= 2. Komponente) aus Luft und Untergrund. Die 2K-Varianten bringen die zweite Komponente in Form eines „Härters“ gleich mit. Sie sind vor der Verwendung miteinander zu mischen. Nach der vollständigen Erhärtung wird aus den pastösen bzw. flüssigen Materialien ein hartplastischer Kunststoff. Im ausgehärteten Zustand sind solche Kleber gegenüber vielen äußeren Einflüssen sehr beständig. Ihren Einsatz finden sie häufig in besonderen Anwendungen, wo hohe Festigkeiten und/oder Temperatur-/Wasserbeständigkeit gefordert sind. Beispielsweise in sonnendurchfluteten Wintergärten oder im Nassbereich.

2-K-Dispersionskleber:

Diese Gruppe ist eine völlig andere Art von Reaktionsklebern. Gemeint sind Produkte, die durch Vermischung von Dispersion mit Zement zu einem festen Klebstoff reagieren. Im Prinzip wird dafür die normale Zementabbindung bei der Zufuhr von Wasser genutzt. Das Wasser liefert in diesem Fall die Dispersionskomponente. Als Ergebnis entstehen sehr harte Klebstoffe, die meist zur Klebung von Linoleum zum Einsatz kommen.

Trockenkleber:

Zur Klebung vieler Bodenbeläge eigenen sich auch besondere, breite Klebebänder. Wegen der nicht erforderlichen Verdunstung von Wasser werden solche Produkte als „Trockenkleber“ bezeichnet. Die Klebebänder werden zunächst vollflächig auf den vorbereiteten Untergrund aufgeklebt. Nach dem Entfernen des Abdeckpapiers erfolgt die Belagsklebung. Meist ist eine spätere Wiederaufnahme des Bodenbelages möglich.

Welcher Klebstoff ist für mein Vorhaben der richtige?

Die konkrete Antwort kann am besten der bodenlegende Handwerker vor Ort geben. Denn es gilt einige Randbedingungen zu berücksichtigen, wie Belagsart, Untergrundart und -aufbau, Raumklima, Belastung und einiges mehr. Je besser alle Störfaktoren erkannt werden, umso langlebiger ist der neue Fußboden. Die entsprechenden Handwerksbetriebe verfügen über das notwendige Fachwissen oder stimmen sich in Zweifelsfällen mit den technischen Beratern der Hersteller ab. Wichtig: solche Einschätzungen sind selbst bei Lose- oder Klickverlegungen erforderlich. „Einfach drauf“ führt fast immer zu Mängeln oder Schäden!

Wie sind die verschiedenen Klebstofftypen hinsichtlich des Umwelt- und Verbraucherschutz einzustufen?

Sämtliche Hersteller legen größten Wert auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Beides sind wichtige Faktoren der Kundenbeziehung und Akzeptanz der Produktpaletten. Kein Wunder, dass gerade in dieser Sparte die strengsten Emissionsregeln des Baugewerbes etabliert sind. Die Welt der Bodenklebstoffe besteht daher heute nur noch aus sehr emissionsarmen Produkten. Alle Belagskleber entsprechend den strengen Vorgaben des Umweltsiegels „Blauer Engel“ (RAL UZ 113) oder des EMICODEs.

Download als pdf: IBK Dialog 3 Klebstoffe

Wer wir sind

Die IBK (Initiative Bodenbeläge Kleben) ist ein Zusammenschluss international führender Unternehmen und Gremien der bauchemischen Industrie, Organisationen des Handwerks sowie der Fachzeitschriften FussbodenTechnik und Objekt. Die IBK informiert die Öffentlichkeit über die Vorteile der klassischen Verlegetechnik für Bodenbeläge – dem vollflächigen Kleben oder Fixieren inklusive der sorgfältigen Untergrundvorbereitung.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 gründete sich die IBK, um Endverbraucher über die Vorzüge des vollflächigen Klebens aufzuklären und mit der Fachbranche ins Gespräch zu kommen. Um die Bekanntheit der bewährten Verlegeart zu erhöhen, nutzt der Zusammenschluss Mittel der Pressearbeit in Richtung Print und Online.

Zu den Mitgliedern gehören aktuell BASF, Bostik, „Fußbodentechnik“, GEV – Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe e.V., Thomsit, Mapei, „Objekt“, Schönox, Uzin Utz, Wakol, Wulff, Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik sowie Zentralverband Raum und Ausstattung.

BASF
Bostik
Fussbodentechnik
GEV
Thomsit
Mapei
Objekt
Schönox
Uzin Utz
Wakol
Wulff
Bundesverband Parkett und Fußbodentechnik
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IBK Dialog Nr. 2: „Besser ist das: Bodenbeläge kleben oder fixieren – aber wo ist der Unterschied“

„Besser ist das: Bodenbeläge kleben oder fixieren – aber wo ist der Unterschied?“

Welche Vorteile haben geklebte oder fixierte Bodenbeläge gegenüber lose liegenden?

Fußbodenbeläge machen das Wohnen und Arbeiten in Gebäuden angenehm, werten Räume optisch auf und erfüllen vielfältige technische Eigenschaften sowie ästhetische Wünsche. Der Gebrauchswert und vor allem die Gebrauchsdauer eines Fußbodenbelages sind jedoch maßgeblich durch die Art der Verlegetechnik bestimmt. Luftschichten unter dem Belag oder große Möglichkeiten seiner Längen- und Breitenausdehnung führen zu unerwünschten Nebeneffekten. Dazu zählt die ungünstige Abschirmung einer Fußbodenheizung ebenso wie Formveränderungen in der Fläche. Eine feste Verankerung auf den Untergrund steigert dagegen die Langlebigkeit und den Komfort des Bodenbelags wesentlich.

Fest heißt dabei aber nicht zwingend „unlösbar“. Hier kann auf verschiedenste technische Lösungen zurückgegriffen werden.

Was ist der Unterschied zwischen „Kleben“ und „Fixieren“?

Mit dem Begriff „Kleben“ ist in der Fußbodentechnik der dauerhafte und feste Verbund eines Bodenbelages auf dem jeweiligen Untergrund gemeint. Bestimmte Bodenbeläge, wie z. B. Linoleum erfordern sogar in jedem Fall eine solche Klebung. In der Regel kommen Klebungen immer dort zum Einsatz, wo höhere Belastungen auftreten. Bereiche, in denen Krankenbetten, Hubwagen oder Gabelstapler fahren, gehören ebenfalls in diese Kategorie. Aber auch der starke Wärmeeinfluss intensiver Sonneneinstrahlung erfordert die hochfeste Verbindung zwischen Belag und Untergrund. Es liegt in der Natur der stabilen Klebungen, dass sie sich nur mit dem Einsatz von entsprechenden Werkzeugen wieder trennen lassen. Dies geht mit einer notwendigen Aufbereitung des Unterbodens für die Neuverlegung einher. Eine Sache für den Profi also, der über entsprechendes Know-how und die benötigten Maschinen verfügt.

„Fixierungen“ sind dagegen Belagsbefestigungen, die sich vergleichsweise leicht wieder trennen lassen. Im Wesentlichen gibt es dafür drei Systeme: Dispersionsfixierungen, Trockenklebstoffe und spezielle Unterlagen. Um es gleich vorweg zu nehmen: den Bodenbelag so einzubauen, dass er später an einem anderen Ort erneut zu nutzen ist, lässt sich in der Regel nicht realisieren. Die Erfahrung zeigt, dass Verschleiß und Verschmutzung solche Wege ausschließen.

Worauf ist bei Klebungen besonders zu achten?

Je nach Aufgabenstellung kommen unterschiedliche Produkte zur Anwendung. In den überwiegenden Fällen werden sehr emissionsarme Dispersionsklebstoffe eingesetzt. Übrigens: die Zeiten leicht brennbarer, lösemittelhaltiger Klebstoffe sind schon seit Jahrzehnten vorbei und deren Einsatz gesetzlich verboten. Daneben gibt es Klebstoffe mit zwei Komponenten, die zunächst gemischt und danach verarbeitet werden. Sie eignen sich für viele Spezialfälle und insbesondere bei extremen Belastungen.

Wie immer ist die fachgerechte Untergrundvorbereitung von entscheidender Bedeutung. Der Unterboden muss den Anforderungen der zu erwartenden Belastung entsprechen. Aufgrund des Wasseranteils muss für Dispersionsklebstoffe ein gut saugfähiger Untergrund vorliegen. Klebstoffhersteller geben die Eignung des Produktes für den jeweiligen Belag als auch Klebstoffmenge, Umgebungsbedingungen (Temperatur und Luftfeuchtigkeit), Ablüftezeit und Angaben zur Endfestigkeit vor. Belagshersteller wiederum beschreiben in der Verlegeanleitung die korrekte Be- und Verarbeitung des Bodenbelages.

Was sind wichtige Faktoren bei Fixierungen?

Ob sich ein Belag zur Fixierung eignet, ist beim Hersteller zu erfragen, wobei geringe Eigenspannung und hohe Dimensionsstabilität entscheidend sind. Nur spezielle, dafür ausgelobte Fixiersysteme lassen sich später rückstandsfrei vom Untergrund beseitigen. Dies ist wesentlich von der Kombination Untergrund/Belag abhängig und sollte unbedingt speziell in Mietwohnungen mit dem Vermieter geklärt werden.
Dispersionsfixierungen entsprechen in der Verarbeitung weitestgehend den Klebstoffen. Im Unterschied zum Klebstoff weisen sie eine deutlich geringere Eigenfestigkeit auf, sind gut wasserlöslich und lassen sich daher mittels Intensivreinigung entfernen.
Die Alternative hierzu sind Trockenklebstoffe, besser bekannt als Klebebänder. Es stehen breite Klebebänder zur Verfügung, die genauso vollflächig wie Dispersionsfixierungen einzusetzen sind. Die Verwendung schmaler Klebebänder nur im Randbereich führt aufgrund von Belagslängungen fast immer zur Beulenbildung.
Darf der vorhandene Untergrund in keiner Weise kontaminiert werden (z. B. Natursteinflächen) bieten sich spezielle, äußerst dimensionsstabile Unterlagen an, die selbst keine Klebstoffschicht tragen. Sie werden lose ausgelegt und der Oberbelag darauf geklebt.
Ob eine Klebung erforderlich oder Fixierungen möglich sind, sollte aber immer vom Bodenprofi beurteilt werden.

Download als pdf: IBK Dialog 2 Klebstoffe und Fixierungen

Wohnen hinter Glas

„Sonnenschutz“ für Teppich & Co.

Wohnen wie unterm Himmelszelt: Lichtdurchflutete, optisch vergrößerte Räume, ein schöner Ausblick und das Gefühl, eine Einheit mit der Natur zu bilden, zählen zu den Vorzügen gläserner Gebäude. Vor bodentiefen Fenstern insbesondere an der Südseite von Häusern sollten Bewohner ihre Bodenbeläge aber vom Profi fest auf den Untergrund kleben lassen. Nur dann bleiben diese auch bei starker Sonneneinstrahlung und Luftfeuchtigkeit gut in Form.

Wie Böden länger leben

Freie Bahn für Stuhlrollen und Co.

Auf Schritt und Tritt ist er dabei – das Leben zuhause spielt sich auf dem Fußboden ab. Und das kann oft turbulent sein. Straßenschuhe werden versehentlich drinnen getragen, Kinder nutzen die Fläche als Spielwiese und Bolzplatz, Eltern verrücken schwere Möbel oder rollen mit Bürostühlen über den Belag. Wie gut ein Fußboden das aushält, hängt neben seiner Beschaffenheit von der richtigen Verlegeart ab.

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